herausnehmen


herausnehmen

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he|r|aus|neh|men [hɛ'rau̮sne:mən], nimmt heraus, nahm heraus, herausgenommen:
1. <tr.; hat
a) aus dem Inneren von etwas nehmen:
Wäsche aus dem Schrank, Geld aus dem Portemonnaie herausnehmen.
Syn.: entnehmen, herausholen, holen.
b) operativ entfernen:
[jmdm.] den Blinddarm herausnehmen.
c) (aus seiner Umgebung) entfernen:
einen Schüler aus einer Klasse herausnehmen.
2. sich (Dativ) etwas herausnehmen (ugs.): sich etwas dreisterweise erlauben:
er hat sich [ihr gegenüber] zu viel herausgenommen; sich [jmdm. gegenüber] Freiheiten herausnehmen.
Syn.: sich etwas anmaßen.

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her|aus||neh|men 〈V. tr. 187; hat
1. aus einem Behälter nehmen, entfernen
2. 〈fig.〉 sich etwas \herausnehmen sich etwas anmaßen
● sich (große) Freiheiten \herausnehmen 〈fig.〉; sich das Recht \herausnehmen, etwas zu tun; sich (zu) viel \herausnehmen 〈fig.〉 Freiheiten missbrauchen, Rechte überschreiten; ein Buch (aus dem Schrank) \herausnehmen; jmdm. die Mandeln \herausnehmen operativ entfernen; wir wollen den Jungen lieber aus der Schule \herausnehmen
Die Buchstabenfolge her|aus... kann auch he|raus... getrennt werden.

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he|r|aus|neh|men <st. V.; hat:
1.
a) aus dem Inneren eines Behälters o. Ä. nehmen, entfernen:
Geld aus dem Portemonnaie h.;
sie schloss die Schublade, ohne die Papiere herauszunehmen;
b) (ein Organ) operativ entfernen:
[jmdm.] die Polypen, den Blinddarm h.
2. jmdn. nicht länger in seiner gewohnten Umgebung lassen:
sie hat das Kind aus der Schule herausgenommen;
in der 70. Minute nahm der Trainer den enttäuschenden Spieler heraus (bes. Ballspiele; ließ ihn nicht länger spielen, sondern ersetzte ihn durch einen anderen).
3. <h. + sich> (ugs.) sich dreisterweise erlauben; sich anmaßen:
sich allerhand h.;
er nahm sich Freiheiten heraus, die ihm nicht zustanden;
er hat sich ihr gegenüber zu viel herausgenommen.

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he|raus|neh|men <st. V.; hat: 1. a) aus dem Inneren eines Behälters o. Ä. nehmen, entfernen: Geld aus dem Portemonnaie h.; Er ging aber erst zu dem Schrank und öffnete ihn, um die paar Sachen herauszunehmen (Gaiser, Jagd 118); b) (ein Organ) operativ entfernen: [jmdm.] die Polypen, den Blinddarm h.; dem Nazi Kästl waren die Mandeln herausgenommen worden (Sommer, Und keiner 259). 2. jmdn. nicht länger in seiner gewohnten Umgebung lassen: sie hat das Kind aus der Schule herausgenommen; in der 70. Minute nahm der Trainer den enttäuschenden Spieler heraus (bes. Ballspiele; ließ ihn nicht länger spielen, sondern ersetzte ihn durch einen anderen). 3. <h. + sich> (ugs.) sich dreisterweise erlauben; sich anmaßen: sich zu viel, allerhand h.; er nahm sich Freiheiten heraus, die ihm nicht zustanden; vorzuführen, was man sich h. konnte, wenn man nur genug Geld und Renommee besaß, schien ihm eine Befriedigung eigener Art zu sein (Prodöhl, Tod 17); Er fiel aus dem Rahmen, geschniegelt und mit kühn besitzergreifenden Zärtlichkeiten, die er sich herausnahm (Erné, Fahrgäste 141); Ich wäre wohl die Letzte, die sich h. könnte, dir Vorwürfe zu machen (Danella, Hotel 176).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • herausnehmen — herausnehmen …   Deutsch Wörterbuch

  • herausnehmen — V. (Mittelstufe) etw. aus dem Inneren von etw. nehmen Synonym: rausnehmen (ugs.) Beispiel: Sie nahm einen Lippenstift aus der Tasche heraus. Kollokation: ein neues Handtuch aus dem Schrank herausnehmen herausnehmen V. (Aufbaustufe) jmdm. etw. aus …   Extremes Deutsch

  • herausnehmen — he·raus·neh·men (hat) [Vt] 1 ↑heraus 2 (jemandem) etwas herausnehmen (als Arzt o.Ä.) jemandem ein inneres Organ entfernen <jemandem die Mandeln, den Blinddarm herausnehmen>; [Vr] 3 sich (Dat) etwas herausnehmen gespr; etwas tun, das andere… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • herausnehmen — 1. a) entfernen, entnehmen, herausholen, wegnehmen; (ugs.): herauslangen, rausnehmen. b) entfernen, herausholen, herausoperieren, herausschneiden; (ugs.): rausnehmen, wegoperieren; (Med.): exzidieren. 2. entfernen, fortnehmen, [herunter]nehmen,… …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • herausnehmen — he|r|aus|neh|men; sich etwas herausnehmen (umgangssprachlich für sich dreist erlauben) …   Die deutsche Rechtschreibung

  • herausnehmen, sich — sich herausnehmen V. (Aufbaustufe) ugs.: sich etw. ohne Berechtigung erlauben Synonyme: sich anmaßen, sich unterstehen, wagen, sich leisten (ugs.) Beispiele: Du nimmst dir zu viel heraus! Es ist unglaublich, was er sich anderen gegenüber… …   Extremes Deutsch

  • ausnehmen — leimen (umgangssprachlich); abziehen (umgangssprachlich); über den Tisch ziehen (umgangssprachlich); über den Löffel barbieren (umgangssprachlich); hereinlegen; betrügen; täuschen; linken (umgangssprachlich); …   Universal-Lexikon

  • auspacken — entlarven; zu erkennen geben; dekuvrieren; aufklären; die Katze aus dem Sack lassen (umgangssprachlich); enttarnen; aufdecken; outen; enthüllen; offenbaren; …   Universal-Lexikon

  • ausheben — buddeln; graben; schaufeln; ausschachten; ausgraben; ausbuddeln * * * aus|he|ben [ au̮she:bn̩], hob aus, ausgehoben <tr.; hat: 1. a) (Erde o. Ä.) schaufelnd herausholen: für das Fundament …   Universal-Lexikon

  • ausräumen — migrieren; verlagern; auslagern; räumen; beiseite räumen; abtransportieren; fortschaffen; beseitigen; entfernen; wegbringen; fortbringen; …   Universal-Lexikon